PON von der Elchweide - Hundezucht Konietzko


Dana

von der Haflingerwiese


Marcus, Armin und Dana Armin und Dana
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UNSERE ERSTE PON-DAME

Ihr Name war "Dana von der Haflingerwiese", noch ein echtes DDR-Kind und bildhübsch. Sie war die erste von 8 Welpen, die damals ihren Aufzuchtzwinger verlassen konnte. Die Familie wollte sie als Therapiehund für unseren krebskranken, knapp ein Jahr alten Sohn Armin, sowie als seelischen Aufheller und quirligen Tageskumpel nicht nur für ihn, sondern auch für Frauchen.

Unser erster Hund, eine Dackel- Multi- Mix- Dame Namens Mira, mußten wir kurz zuvor, wegen eines inoperablen Krebsleidens, einschläfern lassen. Zwar hatten wir und vorgenommen, nicht gleich wieder einen Hund zu uns zu nehmen, wir waren schließlich wegen Armins Krebstherapie zeitlich sehr eingeschränkt, aber sassen wir abends müde vom Tag im Sessel, fehlte unsere Mira so sehr. Es dauerte keinen Monat, da fing Frauchen wieder an, Anzeigen zu studieren... ...und wurde fündig, sogar überhaupt nicht weit weg und auch nicht so lange hin. So zog der kleine Wirbelwind Ende Januar 1990 bei uns ein.

Armin ging es besser und mußte nicht mehr so oft in die Klinik, dafür zeichnete sich eine andere Diagnose für ihn immer deutlicher ab. Der Krebs hatte seine Wirbelsäule durchsetzt und sein Rückenmark zum größten Teil zerstört. Er war querschnittgelähmt. Anfangs war Dana viel krank. Sie litt an Blasenentzündungen und neigte auch zu Durchfall. Dank unseres Tierarztes besserte sich ihr Befinden jedoch mit zunehmendem Alter deutlich. Sie brauchte den TA nur noch zur Entwurmung und zum Impfen. Dana wuchs mit Armin auf und als sie etwa 5 Monate alt war, startete Frauchen den ersten Test. Dazu legte Frauchen eine Decke auf den Fussboden, Armin darauf und setzte das lustige Fellknäuel daneben. Nachdem Frauchen zu Dana gesagt hatte, bleib schön sitzen, ging sie aus der Tür, lugte aber vorsichtig um die Ecke, was jetzt passiert. Und Armin, der bis dahin nicht einmal den Kopf heben wollte, fing mit seinen Händen an, nach dem warmen, knuddeligen Teddybär neben sich zu greifen. Dana bewieß unendliche Geduld, blieb sitzen, stupste Armin mit der Nase an und schwups, hob Armin das erstemal selbständig seinen Kopf und seine Schulter, um Dana mit beiden Händen fassen zu können. Das reichte ihm aber nicht aus, da Dana einen kleinen Rucker zur Seite machte, mußte er sich so weit nach ihr drehen, dass er auf den Bauch rollte. Unzählige Therapiestunden hatten das nichterreichen können. Frauchen legte Armin nun jeden Tag auf die Decke. Es dauerte nicht lange, bis Dana Armin aufforderte, ihr zu folgen. Und tatsächlich, er fing an, mit den Händen und auf dem Bauch hinter ihr her zu krabbeln. Armin bekam ein Skateboard, auf dem er festgeschnallt Dana überall hin folgte, soweit das möglich war. Dadurch wurde Armin so gekräftigt, dass er mit Hilfen aufgesetzt werden konnte. Mit 3 Jahren hatte sich Armin, nicht zuletzt Dank Dana, körperlich gut entwickelt und durfte seinen ersten Rollstuhl selbständig betätigen, mit Armkraft.

Dann kam noch Frauchens Schwager in die Familie, da Herrchens Eltern ihn wegen ihrer eigenen zunehmenden Pflegebedürftigkeit nicht mehr selbst betreuen konnten. Auch seiner nahm sich Dana mit Erfolg an. Ihr aufgewecktes und manchmal forderndes Wesen lockten ihn aus seiner Reserve, ließen ihn aktiver am Familienalltag teilnehmen.

Ein anderer großer Verdienst von Dana lag auf einer völlig anderen Strecke. Der große Sohn der Familie und Frauchen waren durch die langen Krankenhausaufenthalte bei Armin sehr einsam geworden. Alte Freunde hatten sich verkrümelt, ein Teil der Familie von Frauchen wollte mit Armin nicht zu tun haben und Herrchen mußte schließlich die Brötchen verdienen. Durch die Gassi-Gänge mit Dana fanden sie neue Freunde, es kehrte wieder vielfältiges Lebenin die Familie ein. Dann wurde Frauchen eines Tages auch noch wegen ihrer hübschen PON-Dame angesprochen. Ob sie diesen wirklich schönen Hund nicht einem Ringrichter und Zuchtwart vorstellen möchte? Frauchen war perplex. Erstens kannte der Mann die Rasse, war Frauchen bis da noch nicht passiert, und er kannte sich mit dieser Rasse sogar sehr gut aus! Frauchen war begeistert und fuhr mit Dana auf einige Ausstellungen, mit Erfolg. Dana bestand später sogar die Zuchttauglichkeitsprüfung. Als dann in der Zeitung ein 2 Jahre alter PON-Rüde zur Weitervermittlung stand, der sich nach einigen Bemühungen als bildhübscher, kerngesunder Traummann entpuppte, durfte Dana mit Georg Mutter werden. Auch diese Aufgabe löste Dana mit Bravour. Mit den Welpenkäufern hat Frauchen bis heute Kontakt, obwohl alle Hunde und Welpen aus dieser Zeit mittlerweile über die Regenbogenbrücke gegangen sind. Da Armin Dana überall hinfolgte, die Familie aber in einer Neubauwohnung, 1. Etage, mit mehreren Treppen, wohnte und Frauchen ihn deshalb ständig die Treppen mit dem Rollstuhl hoch und runter wuchten mußte, wurde Familienrat gehalten und beschlossen, ein Haus muß her, mit viel ebenerdigem Raum und Garten drumrum. Die Suche war von Erfolg gekrönt und der Umzug erfolgte 1996. Dana genoss damals schon ihr Altenteil, kümmerte sich aber immer noch gründlich um ihre Schutzbefohlenen.

Leider wurden 1997 alle unsere Tiere von "netten" Menschen vergiftet. Dana war von allen damals bei uns lebenden Hunden die Älteste, sie überlebte den Giftanschlag nur ein Jahr. Obwohl wir gemeinsam mit dem Tierarzt verbissen um ihr Leben gekämpft hatten, verloren wir sie dennoch, viel zu zeitig. Was für ein Verlust!
Sie blieb in unseren Köpfen und Herzen als ein ausserordentlicher Glücksfall, wir sind heute noch dem Schicksal dankbar, dass wir sie haben durften!
DANKE, DANKE, DANKE, DANA !!!!!